Schluss mit Isolation in der EAS Nostorf-Horst!

Vom 28. Januar 4. Februar 2018 fand vor dem Haupttor der Erstaufnahmeeinrichtung (EAS) für Mecklenburg –Vorpommern (MV) in Nostorf–Horst bei Boizenburg eine Dauermahnwache statt. Zur Etablierung der erforderlichen Infrastruktur haben wir von COMM, einem Verein in Hamburg, die entsprechende Unterstützung erhalten.


Hintergrundinformationen zur Aufnahmeeinrichtung, klickt hier

Die Mahnwache trug den Titel Schluss mit Ausgrenzung und Isolation – Solidarität mit den Geflüchteten! Den Menschen dort eine Woche lang zu zeigen, dass sie nicht ganz allein mit ihren Problemen dastehen, mehr Kontakte nach „drinnen“ zu knüpfen und mehr Informationen über die reale Situation in diesem Lager zu bekommen, waren die primären Ziele dieser Dauermahnwache. Gleichzeitig wollten wir auf diese „offene Wunde für uns als Zivilgesellschaft“ aufmerksam machen, um die Aufmerksamkeit und Sensibilität für die Zustände in dieser abgeschotteten Einrichtung zu erhöhen. Nicht zuletzt wollten wir auch Kontakte zu den wenigen Flüchtlingsunterstützern in der Umgebung knüpfen und ihre Anstrengungen stärken.


Bevor es losging - >Zivilgesellschaft not welcome<, klickt hier


Ankunft und erste Kontakte - Bericht vom ersten Tag, klickt hier


Dublin und Trauma - Bericht vom zweiten Tag, klickt hier


Die Kinder im Lager und Besuch aus Rostock - Bericht vom dritten Tag, klickt hier



Warum das Lager verschlossen ist - Bericht vom vierten Tag, klickt hier



Von fehlender Privatsphäre und innerer Ruhe - Bericht vom fünften Tag, klickt hier



Frauen werden aktiv und Ideen für die Zukunft - Bericht vom sechsten Tag, klickt hier

Von vor Ort berichtet Ernst-Ludwig Iskenius. Er ist Arzt im Ruhestand und hat viele Jahre in einem Zentrum zur Behandlung für Folteropfer in Süddeutschland gearbeitet.

Warum nach Horst?

PRO BLEIBERECHT-Aktivistin Lena erzählt, warum es sich lohnt auch einen Blick für Asylsuchende in der Erstaufnahmestelle zu haben.

Klickt hier für mehr.

Was ist Dublin?

"Dublin" bedeutet, dass Asylsuchende im ersten Land, das sie in der EU betreten haben, einen Asylantrag stellen müssen.

Ein Interview zur Umsetzung und den Symptomen von Dublin-Abschiebungen, lest ihr hier.

Klage des Flüchtlingsrat Hamburg

Der FlüRa Hamburg klagt derzeit, unterstützt von PRO ASYL auf Zugang zur Erstaufnahmeeinrichtung. Die Presse-Erklärung dazu findet ihr hier.

Massenunterkünfte im Allgemeinen

Massenunterkünfte - ob nun Erstaufnahmestelle oder Sammelunterkunft - tun niemandem gut. Warum, lest ihr hier.

2 Kommentare

  1. Die vorherrschende Bedeutung der Erstaufnahmeeinrichtung in Horst gewinnt die Einrichtung als „Schubraum“ in der Lagersystematik nicht durch ihre örtliche Lage „bei Boizenburg“, sondern durch die Qualität als Instrument der Politik, die nicht auf Hilfe für Menschen ausgerichtet ist, sondern auf die Distraktion und die Verwaltung des eigenen Dilemmas der inhumanen, aber hochprofitablen internationalen Politik, für die auch „Berlin“ eine grosse Verantwortung trägt. Ein so zu benennendes „psycho-soziales Zentrum“ mit Bezug zum Lager in Horst ist mir bisher nicht bekannt; auch wäre mir neu, dass es in Boizenburg Bestrebungen gäbe, hier eine derartige Stelle zu etablieren. Es gibt ehrenamtliche Hilfe und Unterstützung für Menschen, denen es nicht gut geht. Das Eine ist aber nicht „mal eben“ das Andere, und das Andere wächst auch nicht wie selbstverständlich aus dem Einen. Euren Bemühungen um die humanitäre Erneuerung der Politik für Menschen auf der Flucht vor dem Grauen wünsche ich Euch alles Gute. Söncke grüsst

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