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	<title>Bezahlkarte &#8211; PRO BLEIBERECHT</title>
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	<title>Bezahlkarte &#8211; PRO BLEIBERECHT</title>
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		<title>Offener Brief: Nein zur Bezahlkarte! an die Landesregierung MV</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/offener-brief-bezahlkarte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 08:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen, Aufrufe, Redebeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Wochenende haben wir der Landesregierung MV in einem offenen Brief nochmals dargelegt, warum die Bezahlkarte für Asylsuchende der falsche[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Wochenende haben wir der Landesregierung MV in einem offenen Brief nochmals dargelegt, warum die Bezahlkarte für Asylsuchende der falsche asylpolitische Ansatzpunkt ist. Lest den Brief und die Antwort des Innenministeriums hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Update: Das Innenministerium hat auf unseren offenen Brief geantwortet.</h3>



<p>Die Antwort ist geradezu frech. Das Innenministerium geht auf keinen der von uns genannten Kritikpunkte tatsächlich ein (vgl. den Brief unten), sondern zählt lediglich seine Regelungen zur Bezahlkarte auf und behauptet, weil es diese gäbe, könne die Bezahlkarte nicht diskriminierend sein. Die ausschließenden und diskriminierenden Effekte dieser Regelungen leugnet es schlichtweg.</p>



<p>Die Antwort des Innenministeriums macht deutlich: Die Intention der Bezahlkarte sind Desintegration und Kontrolle. Das SPD-geführte Innenministerium ist weder bereit, unserer Kritik aus der Praxis nachzugehen noch das eigene Märchen von der &#8222;diskriminierungsfreien Bezahlkarte&#8220; irgendwie materiell zu unterfüttern. Mit dem Verweis auf &#8222;Ermessensentscheidungen&#8220; vor Ort akzeptiert es weiterhin die Willkür und Repression, die einige Behörden ohnehin an den Tag legen und mit der Bezahlkarte verschärfen. <br>Die &#8211; wie immer am schlimmsten ausfallenden &#8211; restriktivsten Auslegungen der Behörden Neubrandenburg und Stralsund geben einen Ausblick, was für ein Instrument die rot-rote Landesregierung hier geschaffen hat. Mit Blick auf die Landtagswahl droht bald Schlimmeres.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Bezahlkarte abschaffen – gleiche soziale Rechte für alle in Mecklenburg-Vorpommern!</h2>



<p><br>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>



<p>in den vergangenen Monaten wurde flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern die Bezahlkarte für Geflüchtete eingeführt. Seitdem erleben wir, wie dieses System Geflüchtete tagtäglich diskriminiert, ausgrenzt und in ihrem Alltag massiv einschränkt. Die Bezahlkarte <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/12/alles-fur-eine-karte-asylsuchende-bezahlkarte/">verschärft soziale Ungleichheit, verhindert Teilhabe und verletzt grundlegende Menschenrechte</a>. Die Bezahlkarte ist ein Desintegrations-Programm.<br>	<br>Aus unseren Erfahrungen, Rückmeldungen aus Geflüchtetenunterkünften, sowie Gesprächen mit Betroffenen wird deutlich: Die Bezahlkarte führt zu einer Vielzahl gravierender Probleme im Alltag geflüchteter Menschen. Beispielhaft (nicht abschließend!) seien angeführt:<br><br>&#8211; Die Karte schließt Onlinekäufe und Überweisungen aus, was den Zugang zu günstigen Produkten (z.B. gebrauchte Waren, Sonderangebote), Deutschlandticket, Handy- und Internetverträgen erheblich erschwert. Dies schließt Menschen strukturell von der gesellschaftlichen Teilhabe aus und bedeutet eine zusätzliche finanzielle Belastung für sie.<br>	<br>&#8211; Der rechtliche Beistand wird eingeschränkt, da zahlreiche Anwält*innen keine Kartenzahlung annehmen. Nicht alle Sozialämter ermöglichen Sonderregelungen. Entscheidungen von Behörden auf dem Rechtsweg überprüfen lassen zu können, ist ein Kernelement des demokratischen Rechtsstaats.&nbsp;<br>	<br>&#8211; Familien berichten von de facto Ausschlüssen der Kinder bei Schulausflügen und Freizeitangeboten, da diese meist bar oder per Überweisung bezahlt werden müssen. <a href="https://www.ljrmv.de/presse/landesjugendring-m-v-fordert-solidaritaet-statt-ausgrenzung--teilhabe-gefluechteter-junger-menschen-darf-nicht-eingeschraenkt-werden-298">Die Einschränkungen durch die Karte treffen Kinder besonders.</a> In MV lebt ohnehin jedes sechste Kind in Armut. Kinderarmut sollte politisch bekämpft und nicht etwa befördert werden. Zudem berichten Familien, dass die in den meisten Landkreisen gängige Praxis, nur eine Karte pro Familie auszugeben, die Handlungsfreiheit der jeweils anderen Familienmitglieder (meistens besonders der Frauen und Kinder) einschränkt.&nbsp;<br>	<br>&#8211; Viele Betroffene schildern darüber hinaus Scham und Stress beim Bezahlen im Supermarkt und durch die Einschränkungen der Karte, weil zB laufende Verträge nicht mehr bedient werden können und dadurch Schufa-Einträge und Verschuldung drohen.<br>		<br>Die Bezahlkarte tut das, was wir und deutschlandweit viele andere Initiativen bereits vor ihrer Einführung erwartet und kritisiert hatten: Sie verhindert Teilhabe, erzeugt Abhängigkeiten und verstärkt Überwachung und Kontrolle. Während Geflüchtete mit den negativen Folgen leben müssen, profitiert der privatwirtschaftliche Anbieter Yoursafe finanziell von dem System.<br>	<br>Die rot-rote Landesregierung hat sich mit der Einführung der Bezahlkarte auf die falsche Seite gestellt. Gerade eine rot-rote Regierung sollte die Marginalisierten und Einkommensschwachen politisch vertreten, nicht Rassisten und profitorientierte Unternehmen.<br><br><strong>Auf die politische Agenda gehören deshalb sozialpolitische Maßnahmen (siehe Forderungen unten) statt Abschottung und Abschreckung. Konkret im Thema heißt das zu allererst: Das <a href="http://www.bleiberecht-mv.org/basiskonto">Basiskonto</a> für alle in MV tatsächlich zugänglich zu machen.</strong><br>	<br>Im ganzen Bundesland haben sich in den letzten Monaten Tauschinitiativen gegründet, durch die solidarische Menschen Geflüchtete darin unterstützen, den täglichen Bedarf an Bargeld zu decken. Das zeigt eindrücklich, dass es in MV weiterhin die Bereitschaft gibt, Asylsuchende willkommen zu heißen. Die Betroffenen des repressiven Bezahlkartensystems schätzen diese Form der Solidarität ausdrücklich. Sie betonen auch immer wieder, dass die sinnvollste asylpolitische Maßnahme Teilhabe von Anfang an ist, z.B. durch Sprachkurse, Arbeitserlaubnisse und aufenthaltsrechtliche Perspektiven.<br>	<br>Wir bitten Sie als politisch Verantwortliche in der Landesregierung und den Regierungsparteien eindringlich, den Weg der Ausgrenzung zu verlassen und eine solidarische, menschenrechtsbasierte Sozialpolitik umzusetzen. Die Bezahlkarte ist teuer, ineffektiv und unmenschliche Schikane. Sie schadet Menschen, sie schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und sie schadet dem Vertrauen in eine soziale Demokratie.<br><br>Erst kürzlich hetzte der Fraktionsvorsitzende der größten rechtsextremen Partei in MV öffentlichkeitswirksam für eine weitere Verschärfung des AsylbLG. Gehen Sie diesen Weg nicht mit, sondern beginnen Sie eine solidarische und integrative Asyl- und Sozialpolitik. Das bedeutet:<br><br>1. Die sofortige Abschaffung der Bezahlkarte im ganzen Bundesland!<br>2. Durchsetzen des Rechtsanspruchs auf das Basiskonto gegenüber den Banken für alle Menschen in MV!<br>3. Gesellschaftliche Teilhabe durch Gleichbehandlung: Auszahlung von Sozialleistungen auf Konten statt bar oder per Bezahlkarte! Gleiche soziale Rechte für alle – jetzt!<br>4. Eine Politik, die Integration ermöglicht statt verhindert, oder wie es im Koalitionsvertrag von SPD MV und LINKE MV so schön heißt: &#8222;Stabil gegen Rassismus&#8220;. Setzen Sie sich im Bundesrat und Bundestag für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes und für die Arbeitserlaubnis von Anfang an für alle ein!<br>5. Aufenthaltsrechtliche Perspektiven schaffen! Mecklenburg-Vorpommern braucht Immigration, keine Abschiebungen. Der &#8222;Spurwechsel&#8220; muss umfassend ermöglicht und gefördert werden!<br></p>



<p>Mit solidarischen Grüßen,</p>



<p>Gutshaus Hermannshagen e.V. </p>



<p>Internationaler FC Rostock </p>



<p>MSE tauscht – Nein zur Bezahlkarte </p>



<p>Nein zur Bezahlkarte – Rostock Tauschsystem </p>



<p>Nein zur Bezahlkarte Schwerin</p>



<p>Netzwerk für Flüchtlinge, Demokratie und Toleranz Parchim e.V. </p>



<p>Pro Bleiberecht MV </p>



<p>TAUSCHTREFF STRALSUND (OMAS GEGEN RECHTS Stralsund, DIE LINKE Vorpommern Rügen, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Vorpommern-Rügen und weitere Organisationen)<br>	<br></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Infomaterial und -veranstaltungen: Nein zur Bezahlkarte</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-info/</link>
					<comments>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-info/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen, Aufrufe, Redebeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-5908" class="panel-layout">
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<h1 dir="auto">Online-Austausch</h1>
<h3 dir="auto">Solidarisch gegen die Bezahlkarte in MV</h3>
</div>
</div>
<p>Mittlerweile gibt es in einigen Städten in MV solidarische Tauschinitiativen, um Menschen im Asylverfahren mit Bargeld auszuhelfen. Wir laden alle Engagierten &#8211; und die, die es werden wollen &#8211; zu einem Austausch ein. Welche Probleme verursacht die Bezahlkarte? Welche Strategien finden wir dagegen? Wie können wir uns zwischen den Inis gegenseitig supporten? Wie machen wir kritische Stimmen laut?</p>
<p>Die Bezahlkarte für Asylsuchende wurde 2025 in allen Landkreisen in MV eingeführt. Überall wird deutlich: Die rassistische Kontrollfunktion und Repression durch die Schikanekarte funktioniert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f92e.png" alt="🤮" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und belastet die Betroffenen.</p>
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<p dir="auto">Der nächste Austausch ist im</p>
<h3 dir="auto" style="text-align: center;">26. November 2025, 18 Uhr</h3>
<p>Am Jahresende ziehen wir Bilanz: Welche Beschissenheiten, Einschränkungen und Ausgrenzungen hat die Bezahlkarte nach MV gebracht? Und welche solidarischen und widerständigen Antworten haben wir in 2025 gefunden?</p>
<p>Anmeldung zum Austausch: info[ätt]bleiberecht-mv.org oder Insta @bleiberecht.<br />
Der Austausch findet auf deutsch statt. Bei Bedarf auch mit englischer Übersetzung. Wir treffen uns in BigBlueButton. Kommt gern schon um 17.45, wenn ihr die Plattform das erste Mal nutzt, damit dann 17 Uhr mit der Technik alles klappt.</p>
<h1>Infomaterial</h1>
</div>
</div>
</div>
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<p>Ihr wollt in eurer Gegend Infomaterial auslegen? Sehr cool! Es gibt kein ruhiges Hinterland. Wir stelln euch Flyer zum Selbst-Ausdrucken zur Verfügung.</p>
<h3>Flyer &#8222;Nein zur Bezahlkarte&#8220;</h3>
<p>Gebündelte Infos gegen die Bezahlkarte und Aufforderung aktiv zu werden, A5-Klappflyer, ausdrucken auf A4-quer. Ihr könnt auch hübsch gedruckte Flyer bei uns bestellen, schreibt uns auf <a href="http://instagram.com/bleiberecht">Insta</a> oder an info[ätt]bleiberecht-mv.org.</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/wp-content/uploads/2025/04/Faltflyer-Nein-zur-BK-SW-selbst-drucken.pdf">Faltflyer &#8222;Nein zur Bezahlkarte&#8220; -schwarz/weiss, selbst drucken</a></p>
<h3>Infoblatt &#8222;Basiskonto für alle!&#8220;</h3>
<p>Gebündelte Info zum Thema Basiskonto und Gleichberechtigung zum Selbst-Ausdrucken, A4.</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/wp-content/uploads/2025/04/InfoblattBasiskonto.pdf">InfoblattBasiskonto</a></p>
<h3>Aufkleber &#8222;Nein zur Bezahlkarte&#8220;</h3>
<p>Druckt sie gerne selbst bei euch vor Ort. Das Laoyut ist A6, CYMK (deswegen sieht die Farbe in der digitalen ANzeige so komisch aus. Wird hellblau im Druck).</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/wp-content/uploads/2024/10/Aufkleber-Nein-zur-Bezahlkarte-CYMK.pdf">Aufkleber Nein zur Bezahlkarte-CYMK</a></p>
<h1>Ihr wollt was vor Ort bei euch starten?</h1>
<p>Die Rostocker Tauschgruppe kommt gern bei euch vorbei und erzählt, wie sie los gelegt haben. Kontaktdaten findet ihr hier: <a href="https://bezahlkarterostock.bleiberecht-mv.org/">https://bezahlkarterostock.bleiberecht-mv.org/</a></p>
</div>
</div>
</div>
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<h1>Anregungen aus den letzten Monaten</h1>
<h3>Austausch mit der Soli-Gruppe aus Hamburg</h3>
<p>Am 15. November 2024 haben wir einen Infoabend in Rostock mit der Initiative &#8222;Nein zur Bezahlkarte&#8220;-Hamburg organisiert.</p>
<p>Wir wollen in einer Gesellschaft der Vielen leben, die wir in Deutschland seit langer Zeit sind. Wir wollen, dass alle Menschen in Deutschland gleichberechtigt leben und sich hier einbringen können &#8211; von Anfang an.</p>
<p>Doch Politiker:innen von rechts-Außen bis Mitte-links schüren Rassismus und desintegrieren Asylsuchende aus der Gesellschaft. Noch dieses Jahr führen sie die &#8222;Bezahlkarte&#8220; für Asylsuchende in MV ein. Diese Bezahlkarte ist ein rassistisches Kontrollinstrument, das den Betroffenen die Selbstbestimmung raubt und Armut vermehrt.</p>
<p>Die Gruppe &#8222;Nein zur Bezahlkarte Hamburg&#8220; widersetzt sich mit Protesten, kritischen Stimmen und solidarischer Tauschaktion schon seit Anfang denn Jahres. Denn in Hamburg gibt es die Karte bereits.</p>
<p>Kommt zum Infoabend und holt euch Einblicke in den Alltag mit der Karte.<br />
Tauscht euch mit uns aus, was wir in Rostock und Umgebung der Bezahlkarte entgegen halten können.<br />
Werdet aktiv! Lernt Leute von Rostock hilft und Pro Bleiberecht kennen.</p>
<p>Mehr Infos:<br />
<a class="text-entity-link" dir="auto" title="https://www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen" href="https://Www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-entity-type="MessageEntityUrl">Www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen</a></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>BÄÄHzahlkarte stoppen! Aktionstag am 21. März</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/soziale-rechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 15:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen, Aufrufe, Redebeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 21. März protestieren wir in Rostock gegen die BÄÄHzahlkarte. Den Aktionstag hat das Netzwerk &#8222;Gleiche soziale Rechte für alle!&#8220;[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-6223"  class="panel-layout" >
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	Am 21. März protestieren wir in Rostock gegen die BÄÄHzahlkarte. Den Aktionstag hat das <a href="https://asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen.de/wordpress/wp-content/uploads/2025/02/Erklaerung-final-19.02.2025.pdf">Netzwerk &#8222;Gleiche soziale Rechte für alle!&#8220;</a> ausgerufen.</p>
<p><span id="more-6223"></span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<h2><strong>Gemeinsam Transpi malen! </strong></h2>
<div>Wir treffen uns am <strong>20. März um 18 Uhr im Newcomer Cafe</strong>, um gemeinsam das Transpi für die Aktion zu malen. Kommt gern dazu!</div>
<div><strong> </strong></div>
<h2><strong>Bäähzahlkarte stoppen!<br />
Transpiaktion zum bundesweiten Aktionstag</strong></h2>
<div>21. März 2025 in Rostock<br />
15 Uhr, vor dem Büro der CDU Rostock (Am Vögenteich 26)<br />
15.30 Uhr, vor der SPD-Zentrale (Gertrudenplatz)</div>
<div><strong> </strong></div>
<div>Demnächst bekommen Asylsuchende auch in MV ihre Sozialleistungen auf eine Bezahlkarte. Die ist ein rassistisches Kontroll- und Desintegrationsinstrument. Wir fordern anlässlich eines bundesweiten Aktionstags:</div>
<h3 style="text-align: center;"><strong>Gleiche soziale Rechte für alle! Bezahlkarte stoppen!<br />
Solidarität muss praktisch werden!</strong></h3>
<div>Diese Forderungen tragen wir vor die Parteibüros. Um 15 Uhr treffen wir uns zu einer Kundgebung vor dem CDU-Büro Rostock. Denn die CDU hetzt mit FDP und AfD im Landtag und auf Bundesebene gegen den Bargeldtausch als Soli-Aktion. Danach gehts vor die SPD-Zentrale, denn das SPD-Innenministerium ist verantwortlich für die Einführung der Karte in MV. Vor beiden Parteibüros gibts einen Redebeitrag und ein Solifoto zum Aktionstag.</div>
<h3 style="text-align: center;"><strong>Tauschen, tricksen, torpedieren &#8211; und umgehen!</strong></h3>
<div>Solange es die Bezahlkarte geben wird, werden wir solidarische Wege finden, sie zu umgehen. Wir wehren uns gegen offensichtlich unmoralische und hetzerische Gesetze. Tauscht Bargeld! Sorgt für ein bisschen mehr Gleichberechtigung &#8211; von unten!</div>
<div></div>
<div>
<div>Seid dabei! Spread the word!</div>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Mehr Infos unter zur Aktion:<br />
<a href="http://www.bleiberecht-mv.org/soziale-rechte">www.bleiberecht-mv.org/soziale-rechte</a></div>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Argumente gegen die Bezahlkarte:<br />
<a href="http://www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen">www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen</a></div>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<h1><strong>Hintergrund</strong></h1>
<h3>Wir fordern gleiche soziale Rechte, also Basiskonto für alle!</h3>
<div>Verwaltungsaufwand reduziert man (SPD-Innenministers Pegel behauptet, dass das sein Anliegen ist), indem man gängige Wege geht anstatt diskriminierende Parallelstrukturen zu schaffen. Also nicht Bezahlkarte, sondern Geld via normale Banken auf normale Konten überweisen. Barauszahlung ist aufwendig, ja. Der Staat macht sie sich aber bisher freiwillig, weil er mit diesem rassistischen Kontrollinstrument Asylsuchende und Geduldete zwingen will, mindestens einmal im Monat beim Sozialamt anzutanzen. Die Bezahlkarte erweitert Kontrolle und Zugriff.</div>
<div></div>
<div><a href="https://bleiberecht-mv.org/de/2024/11/04/basiskonto/">Hier mehr dazu.</a></div>
<h3>Wir fordern gleiche soziale Rechte, also Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!</h3>
<div>Die rassistische Ungleichbehandlung von Asylsuchenden ist strukturell im Gesetz angelegt. Rassistische Gesetz müssen weg!</div>
<div></div>
<div><a href="https://bleiberecht-mv.org/asylblg-abschaffen">Hier mehr dazu.</a></div>
<h3>Solidarität muss praktisch werden!</h3>
<div>An vielen Orten tun sich Menschen zusammen, um sich dieser weiteren Gesetzesverschärfung in den Weg zu stellen. Auch in Rostock wird es demnächst die Möglichkeit geben über eine Initiative mit Asylsuchenden Bargeld gegen Supermarkt-Gutscheine zu tauschen. Macht mit!</div>
<div></div>
<div><a href="https://www.seebruecke.org/aktuelles/kampagnen/bezahlkarte">Hier gibt es eine Übersicht über Tauschiniativen in anderen Städten.</a></div>
<div>
<hr />
</div>
<div>Foto: <a href="https://www.aktionbleiberecht.de/2024/07/bezahlkarten-stoppen-freiburg-wo-stehen-wir-wie-geht-es-weiter/">Aktion Bleiberecht</a></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Basiskonto für alle!</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/basiskonto/</link>
					<comments>https://bleiberecht-mv.org/de/basiskonto/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hugo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 15:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bezahlkarte ist ein rassistische Kontrollinstrument. Wir fordern Gleichberechtigung für Asylsuchende! Ergo: Geld/Sozialhilfe auf Konten auszahlen.  Kurz zusammengefasst, was euch im folgenden[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-5984" class="panel-layout">
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<p><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Bezahlkarte ist ein rassistische Kontrollinstrument. Wir fordern Gleichberechtigung</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> für Asylsuchende</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">! Ergo: Geld</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">/Sozialhilfe</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> auf Konten auszahlen. </span></p>
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<h3 class="widget-title">Kurz zusammengefasst, was euch im folgenden Artikel erwartet:</h3>
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<div id="magicdomid118" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ol>
<li><a href="#Rassistische Diskriminierung per Gesetz"><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Asylsuchende erhalten ihre Sozialleistungen nur noch über eine Bezahlkarte, mit der sie einkaufen müssen. Anders als bei normalen Konten sind Überweisungen und Bargeld-Abheben damit nur stark eingeschränkt möglich.</span></a></li>
<li><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Viele Politiker:innen behaupten, mit der Bezahlkarte könnte der Verwaltungsaufwand durch die monatlichen Barauszahlung</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> der Sozialleistungenin den Sozialämtern </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">reduziert werden.</span></li>
<li><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"><a href="#Das Märchen vom Verwaltungsaufwand">Das ist quatsch. Diesen Aufwand machen sich die Behörden freiwillig, damit sie asylsuchende Menschen besser kontrollieren können. Die Bezahlkarte ist außerdem teuer und schafft neue Bürokratie.</a></span></li>
<li><a href="#Es könnte so einfach sein: Basiskonto"><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Wenn man den Verwaltungsaufwand wirklich reduzieren wollte, könnte man das Geld einfach auf normale Konten überweisen &#8211; wie alle anderen Sozialleistungen auch. </span></a></li>
<li><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Alle Menschen,</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, einschließlich Personen ohne festen Wohnsitz, Asylsuchende und Geduldete </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">haben ein Recht auf ein Basiskonto</span><span class="author-a-z90zz85zz71zlsz70zz86zfqz65zz89zuhz122zz87zm">. </span><a href="#Beispiele aus der Praxis:"><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Aber in vielen Banken werden Asylsuchenden Steine in den Weg gelegt.</span></a></li>
<li><a href="#Das Recht durchsetzen">Dagegen kann man sich wehren.</a></li>
<li><a href="#Asylbewerberleistungsgesetz* abschaffen!"><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Politiker:innen sollten sich dafür einsetzen, dass das Recht auf ein Basiskonto überall durchgesetzt wird und die Diskriminierung von Asylsuchenden über die Sozialleistungen aufhört. Das heißt am Ende, das Asylbewerbleistungsgesetz muss weg.</span></a></li>
<li><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Stattdessen werden die rassistischen Bedingungen weiter verschärft. Dafür wird  </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">zusätzlicher bürokratischer Aufwand betrieben und </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">viel Steuergeld an ein</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">en</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> Privatkonzern gezahlt.</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> In MV ist das das niederländische Unternehmen Yoursafe. </span></li>
<li><a href="#Klar Position beziehen">Wie man es also dreht und wendet<span class="author-a-z90zz85zz71zlsz70zz86zfqz65zz89zuhz122zz87zm" style="font-size: 1.0625rem;">:</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg" style="font-size: 1.0625rem;"> die Bezahlkarte ist ein diskriminierendes, rassistisches Projekt. &#8222;Stabil gegen Rassismus&#8220; heißt, sich strikt gegen die Bezahlkarte zu wenden. Alles andere ist quatsch.</span></a></li>
<li>Die Wurzel des Problems ist das diskriminierende Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Dagegen fordern wir: AsylbLG abschaffen! Gleiche Rechte für alle! Hoch die internationale Solidarität!</li>
</ol>
<h2 style="text-align: center;">Eine gekürzte Version dieses Artikels als Infoblatt<br />
könnt ihr hier runteladen: <a href="https://bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-info">Infoblatt Basiskonto</a></h2>
<hr />
</div>
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<h3 id="Rassistische Diskriminierung per Gesetz" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z b"><b>Rassistische Diskriminierung per Gesetz</b></span></h3>
<div id="magicdomid19" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">2025 wurde in MV die Bezahlkarte für Flüchtlinge eingeführt, erstmal in den Erstaufnahmelagern, dann in den Kommunen. Besonders enttäuschend für uns als antirassistische Initiative ist das, weil wir 2021 vermutet hatten, dass eine rot-rote Landesregierung tendenziell progressivere Asylpolitik mach</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">en würde</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> als ein CDU-Innenministerium. </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Doch auch die SPD macht diskriminierende Asylpolitik, die die Armut der Asylsuchenden verschärfen wird.* </span></div>
<div id="magicdomid20" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid21" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die politischen Begründungen für die Bezahlkarte sind haarsträubend. Neben dem menschenfeindlichen Argument &#8222;kein Geld an Familien im Ausland schicken&#8220; (lebt sich sicher gut von Luft und Krieg in Syrien und Afghanistan) wird von den Sozialdemokrat:innen immer wieder ins </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">F</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">eld geführt</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">, </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> man wolle &#8222;Verwaltungsaufwand reduzieren&#8220;. Es entlarvt sich recht schnell als Pseudo-Argument, mit dem staatliche rassistische Diskriminierung legitimiert werden soll. </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Denn Verwaltungsaufwand reduziert man, indem man gängige einfache Wege geht.</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Nicht indem man kostspielige Parallelstrukturen</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> wie die Bezahlkarte</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> schafft.</span></div>
<div aria-live="assertive"></div>
<h3 id="Das Märchen vom Verwaltungsaufwand" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Das Märchen vom Verwaltungsaufwand </b></span></h3>
<div id="magicdomid24" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Werfen wir einen näheren Blick auf den Verwaltungsaufwand, um den es geht: In den meisten Landkreisen </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">in MV </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">bekommen Asylsuchende ihre Sozialleistungen bar ausgezahlt. Das heißt, alle Menschen, die unter das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) fallen, müssen </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">am Monatsanfang zu festgelegten Zeiten an festgelegten Tagen</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> beim Sozialamt antanzen und ihr Geld abholen.</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">*</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> </span></div>
<div id="magicdomid25" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid129" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Verwaltung macht sich den Aufwand der Barauszahlung entgegen ihrer Behauptungen freiwillig. Das sieht man zB in Rostock, dort bekommen Asylsuchende das Geld auf ihr Konto bezahlt. D</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">as macht die</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> Hansestadt </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">offenbar dann</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">, wenn überdurchschnittlich viele Asylsuchende in Rostock sind</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">, z.</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">B</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">.</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> 2015/16 oder seit 2022. Zwischen</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> diesen Phasen</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> hat sich </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">aber </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">auch das Rostocker Sozialamt den Aufwand von Barauszahlung </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">freiwillig </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">wieder</span><span class="author-a-z90zz85zz71zlsz70zz86zfqz65zz89zuhz122zz87zm"> </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">gemacht. </span></div>
<div id="magicdomid27" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid28" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Frage ist: Warum macht eine Verwaltung sich </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">freiwillig </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">mehr Arbeit als sie muss? Angesichts chronisch überlasteter Kommunen</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">, die überall bekla</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">g</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">t werden,</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> und Arbeitskräftmangel in der Verwaltung? Die Antwort ist einfach: Kontrolle. Wer das Geld eimal im Monat abholen muss, muss auch einmal im Monat </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">an der</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> jeweiligen</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> Geldausgabestell</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">e </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">sein</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">.</span></div>
<div id="magicdomid29" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid130" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Bezahlkarte verschärft diese Kontrolle</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> nun noch &#8211; sie</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> digitalisiert </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">sie</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Der Zugriff der Behörden auf die Leute </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">wird damit</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">von monatlich</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> auf täglich ausgeweitet. </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Beispielsweise</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">sind in </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Thüringen und Bayern die Bezahlkarten auf Einkäufe in dem Landkreis beschränkt, wo jemand gemeldet ist. </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Auch die </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">Geschäfte, in denen</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> mit der Bezahlkarte </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">bezahlt</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> werden k</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">ann</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">, könnte</span><span class="author-a-z90zz85zz71zlsz70zz86zfqz65zz89zuhz122zz87zm">n</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> eingeschränkt werden.</span></div>
<div id="magicdomid31" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div aria-live="assertive">
<h3 id="Es könnte so einfach sein: Basiskonto" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Es könnte so einfach sein: Basiskonto</b></span></h3>
<div id="magicdomid33" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Im rot-roten Koalitionsvertrag in MV steht &#8222;stabil gegen Rassismus&#8220;. Nun muss man keine </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">studierte </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Rassismusforscherin sein, um zu verstehen: Ungleichbehandlung aufgrund von Herkunft und Aufenthaltsstatus sind rassistisch.</span></div>
<div aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid34" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Diese Ungleichbehandlung ist politisch gewollt, also absichtlich. Denn man könnte die politische Macht, die man hat, </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">stattdessen auch </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">nutzen, um Gleichberechtigung </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">voranzutreiben</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. In dem Fall </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">einfach</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">: Sozialleistungen auf Konten auszahlen</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> (wie </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">sonst auch) </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">und damit Newcomern in </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">MV</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> ein möglichst normales Leben ermöglichen. </span></div>
<div id="magicdomid35" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid36" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Denn ja: Asylsuchende können sich Konten eröffnen. Das geht seit 2</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">016</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Da wurde in Deutschland ein</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">e</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> EU-</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">Richtlinie</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> umgesetzt, demnach jeder Mensch das Recht auf ein Basiskonto hat. Vorher war es durchaus so, dass Banken Asylsuchenden Konten meistens </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">verweigert haben. Das Basiskonto greift hier ein. Mit dem entsprechenden Gesetz </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy u"><u>zwingt</u></span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> man die Banken, auch armen Menschen Konten zu geben. Basiskonten sollen </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">also </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">denjenigen Zugang zu bargeldlosen Zahlungen verschaffen, mit denen eine Bank keinen Gewinn macht. Daran wird übrigens die Bezahlkarte auch nichts ändern, das Recht auf ein Konto besteht weiterhin.</span></div>
<div id="magicdomid37" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid38" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Wenn man sich in MV umschaut, wird</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> jedoch</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> schnell klar, dass der Zugang zum Recht auf ein Basiskonto nicht gewährleistet ist. Hier wäre </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">der eigentliche Punkt, wo Politik nachbessern müsste: Basiskonten müssen erschwinglich und schnell einzurichten sein. </span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<h3 id="Beispiele aus der Praxis:" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Beispiele aus der Praxis:</b></span></h3>
<div id="magicdomid41" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">&#8211; Häufig behaupten die Banken bzw. Mitarbeitende am Schalter, eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung wäre nicht ausreichend, um </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">sich für eine Kontoeröffnung auszuweisen</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">. Es ist aber schon lange klar gestellt, dass die genannten Dokumente </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">ausreichend sind. </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Hier steht das zum Beispiel höchstoffiziell bei der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z url"><a href="https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html" rel="noreferrer noopener">https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html</a></span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">). </span></div>
<div id="magicdomid42" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">&#8211; Auch wissen wir, dass einzelne Mitarbeitende in den Banken, vor allem im ländlichen Raum, mit vorgeschobenen Gründen keine Basiskonten für Asylsuchende eröffnen wollen. Andere Mitarbeitende in der gleichen Bank</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> oder in einer anderen Filiale</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> tun es aber. Neu angekommende Asylsuchende sind leider oft sprachlich nicht in der Position, sich durch Beschwerden bei Vorgesetzten gegen solchen Rassismus zu wehren. </span></div>
<div id="magicdomid43" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">&#8211; </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Und last but not least: Ein Basiskonto muss man sich leisten können. In Schwerin kostet es bei der Sparkasse beispielsweise 4€ Kontoführungsgebühren pro Monat, in Rostock 6€. </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">In Neubrandenburg kostet es 12€/Monat</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">.</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">(</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy url"><a href="https://www.spk-nbdm.de/content/dam/myif/spk-neubrandenburg-demmin/work/dokumente/spk/div/preisaushang.pdf?n=true" rel="noreferrer noopener">https://www.spk-nbdm.de/content/dam/myif/spk-neubrandenburg-demmin/work/dokumente/spk/div/preisaushang.pdf?n=true</a></span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">). </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">12€ sind viel Geld, wenn man nur 413€ Sozialleistungen bekommt.* </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">Asylsuchende in Neubrandenburg eröffnen deswegen häufig kein Konto, weil es zu teuer ist. Hohe Gebühren sind der Weg der Banken sich</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> die unliebsame</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">n</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> Basiskontokund:innen fernzuhalten</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">. </span></div>
<div aria-live="assertive">
<h3 id="Das Recht durchsetzen" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z b"><b>Das Recht durchsetzen</b></span></h3>
<div id="magicdomid46" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Dass das Basiskonto in Mecklenburg-Vorpommern immer noch vielen Asylsuchenden verweigert wird, ist eine Kombination aus Diskriminierung gegen Asylsuchende (weil als Begründung der Aufenthaltstatus benutzt wird) und Diskriminierung von Armen (weil man</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> lieber</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> Kund:innen will, die</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> den Banken </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">mit ihrem Geld </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Profit einbringen).</span></div>
<p id="magicdomid47" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Um das zu ändern, müssen Menschen sich beschweren. 2017 kostete es beispielsweise in Rostock Refugees und Unterstützer:innen einige Mühen und unzählige Gespräche</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">,</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> das Recht auf ein Basiskonto der Menschen den Banken gegenüber auszudiskutieren. Es hat geklappt, bei den meisten Banken in Rostock ist die Eröffnung eines Kontos möglich. Wo es nicht klappt, liegt es</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> (unserer Kenntnis nach)</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> an einzelnen Mitarbeitenden.<br />
</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Die Rechtslage </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">zum Basiskonto </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">ist eindeutig</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Sie wird nur vielerorts nicht umgesetzt. Man könnte sagen: Viele Banken brechen so das Gesetz. </span></p>
</div>
<div aria-live="assertive">
<div id="magicdomid51" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Rechtslage:</span></div>
<div id="magicdomid52" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Asylsuchende (§ 31 ZKG), Menschen mit Ankunftsnachweis und Menschen mit Duldung (§ 1 ZldPrüfV) haben ein Recht auf ein Basiskonto.</span></li>
</ul>
</div>
<div id="magicdomid53" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Die Banken haben 10 Tage Zeit mit einem Angebot zum Vertragsabschluss auf den Antrag auf ein Basiskonto zu reagieren (§ 31 ZKG). Die Banken müssen das entsprechende Formular auf</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> ihren Webseiten anbieten,</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">sowie auf </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Anfrage zur Verfügung stellen (§ 33 ZKG).</span></li>
</ul>
</div>
<div id="magicdomid54" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Falls die Bank kein solches Formular rausgibt, findet man es <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formular/dl_fo_basiskonto_antrag_abschluss.html">hier</a> online</span></li>
</ul>
<p>Man kann sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht beschweren, wenn eine Bank die Eröffnung eines Basiskontos verweigert. Das sollte man auch tun. Denn ohne Druck von unten gibt es keine Veränderung.</p>
</div>
<div id="magicdomid58" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Das </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Beschwerdev</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">erfahren ist kostenlos, man braucht keinen Anwalt oder Anwältin dafür.</span></li>
</ul>
</div>
<div id="magicdomid59" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Allgemeine Infos zum Beschwerdeverfahren </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">gibt es <a href="https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html">hier</a></span></li>
</ul>
</div>
<div id="magicdomid60" class="ace-line" aria-live="assertive">
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Das </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">PDF-Formular für die Beschwerde gibt es <span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"><a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formular/dl_fo_basiskonto_antrag_verwaltungsverfahren.html">hier</a></span></span></li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<h3 id="Asylbewerberleistungsgesetz* abschaffen!" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z b"><b>Asylbewerberleistungsgesetz* abschaffen!</b></span></h3>
<div id="magicdomid63" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Wollte man Verwaltungsaufwand reduzieren und hätte ein grundlegendes Verständnis vom Grundsatz der Gleichberechtigung und Diskriminierungsfreiheit, dann würde man den Banken auf die Füße treten. Basiskonten müssen tatsächlich verfügbar sein, nicht theoretisch möglich. </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Das Profitstreben der Banken darf genausowenig den Zugang zu einem Konto verhindern wie der Rassismus gegen Asylsuchende. </span></div>
<div id="magicdomid64" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid65" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">Mit der Bezahlkarte treten Politiker:innen aber nicht nach oben, sondern nach unten. Sie schränken die </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Rechte der Asylsuchenden ein</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z"> und verschärfen die Armut*</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Das entlarvt den rassistischen Charakter des neuen Gesetzes zur Bezahlkarte. </span></div>
<div aria-live="assertive"></div>
<div class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Das Gesetz steht in </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">der </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Tradition des sog. &#8222;Asylkompromiss&#8220; von 1992. Bereits damals haben die Parteien der Mitte versucht, Asylsuchende mit rassistischen Gesetzesverschärfungen zu verschrecken, statt ihre Energie darauf zu verwenden, Faschos und Rechte in die Schranken zu weisen. 1992 kam das Asylbewerberleistungsgesetz dabei raus, das auch heute die gesetzliche Grundlage für die Bezahlkarte liefert. </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">1992 wurde der Asylkompromiss von CDU/CSU, FDP und SPD beschlossen. Die Bezahlkarte heute liegt im Verantwortungsbereich von SPD, Grünen und FDP. </span></div>
<div aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid66" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Progressive Kräfte müssen sich laut und deutlich für die Abschaffung </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">des Asylbewerberleistungsgesetzes und den Zugang zu regulären Sozialleistungen einsetzen</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">.</span></div>
<h3 id="Klar Position beziehen" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z b"><b>Klar </b></span><span class="author-a-z90zz85zz71zlsz70zz86zfqz65zz89zuhz122zz87zm b"><b>Position beziehen</b></span></h3>
<div id="magicdomid69" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">In MV ist es besonders bitter, dass auch die rot-rote Koalition die Bezahlkarte nicht verhindert hat. Denn die Karte ist auch in der neuen Fassung des Gesetzes keineswegs Pflicht, sondern ein &#8222;oder&#8220; in der weiter bestehenden Reihe mit Geldauszahlung. Rechte Politik sollte man rechten Parteien überlassen. </span></div>
<div id="magicdomid70" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid71" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Bezahlkarte ist ein rassistisches Kontrollinstrument. Als solidarische Akteure müssen wir sie komplett ablehnen. Diese Karte &#8222;</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">möglichst </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">diskriminierungsfrei&#8220; oder &#8222;menschenrechtskonform&#8220; &#8222;auszugestalten&#8220; ist Blödsinn. So liest man es in den letzten Monaten immer wieder bei Pro Asyl, Flüchtlingsräten </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">und leider</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> auch</span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z"> bei</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> der LINKEN MV. </span></div>
<div id="magicdomid72" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid73" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">E</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">twas</span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg"> grundsätzlich</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> Diskrimierendes &#8222;</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">möglichst </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">diskriminierungsfrei&#8220; zu machen, geht nicht. </span><span class="author-a-pz76zz68zz67zz67zz71zwz87ztz78zfz86zkz122zz84zg">Braun bleibt Braun. </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">Blau bleibt blau. </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Wo Organisationen, die eigentlich flüchtlingssolidarische Lobbyarbeit machen, solche Forderungen erheben, gehen sie selbst mit dem von rechts gesetzten Diskursfenster mit. Das stärkt rechte Forderungen, indem es ihnen keine linken </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">und progressiven </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Forderungen mehr entgegenhält. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung b</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">aut dann </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">auf </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">den </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">von rechts gesetzten </span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">rassistischen </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Narrative</span><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">n auf</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. </span></div>
<div id="magicdomid74" class="ace-line" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid75" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die solidarischen und progressiven Forderungen liegen seit Jahren auf dem Tisch. </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">Wir</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> müssen </span><span class="author-a-vz84zz75z1qz70zz72zz90z6z90zij0avz84z">sie</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> jetzt und immer wieder stark machen: </span></div>
<p id="magicdomid77" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Konkret zur Sache:<br />
</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Basiskonto für alle Menschen zugänglich machen und Sozialleistungen auf Konten zahlen! </b></span></p>
<p class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Problem an der Wurzel angehen:<br />
</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen, weil: Gleiche Rechte für alle! </b></span></p>
<p class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Generell:<br />
</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy b"><b>Hoch die internationale Solidarität! Ressourcen gerecht auf der Welt verteilen und Bewegungsfreiheit für alle! </b></span></p>
<div aria-live="assertive"></div>
<div aria-live="assertive">
<hr />
</div>
<div id="magicdomid86" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="author-a-taz89zz78zz76zg6z66zoq4loz86z8z79z">* Die Bezahlkarte macht Menschen ärmer, weil sie mit dem wenigen Bargeldbetrag noch schlechter wirtschaften können als ohnehin schon. Denn in kleinen Läden, in Sozialkaufhäusern und auf Kleinanzeigen-Portalen kann man meist nur bar bezahlen. Asylsuchende stehen dabei vor der Tatsache, dass sie ohnehin nur ca. 70% der regulären Sozialleistungen ausbezahlt bekommen &#8211; also 70% vom Existenzminimum (!). Diese Diskriminierung ist im Asylbewerberleistungsgesetz festgeschrieben, einem rassistischen Parallelgesetz.</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pressemitteilung zur Bezahlkarte für Asylsuchende</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/pressemitteilung-bezahlkarte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 16:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen, Aufrufe, Redebeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://bleiberecht-mv.org/?p=5756</guid>

					<description><![CDATA[Hier findet ihr unsere Pressemitteilung anlässlich der Vergabe des Auftrags für die Umsetzung der Bezahlkarte für Asylsuchende. Bezahlkarte für Flüchtlinge:[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-5756"  class="panel-layout" >
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	<span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Hier findet ihr unsere Pressemitteilung anlässlich der Vergabe des Auftrags für die Umsetzung der Bezahlkarte für Asylsuchende.<br />
</span></p>
<p><span id="more-5756"></span></p>
<h2><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"><strong>Bezahlkarte für Flüchtlinge:</strong><br />
Initiative kritisiert, dass rot-rote</span><span class="author-a-z70zqz88zz82ztevz72zmz88zz75zaz68zz77zcz88z"> Landesregierung</span> <span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">rechte </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">Forderungen umsetzt</span></h2>
<p><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">MV, 1. Spetember 2024. Die Initiative &#8222;Pro Bleiberecht in MV&#8220; kritisiert die Einführung der Bezahlkarte für Asylsuchende durch die rot-rote Landesregierung als rechte </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">und populistische </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Politik. Anlass ist die Vergabe des Auftrags </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">für das Bezahlsystem an ein niederländisches Unternehmen </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">am Mittwoch. </span></p>
<p><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">&#8222;Diese Leute checken nicht, was sie tun. Wer von einem Abgeordnetengehalt lebt, kann sich offensichtlich nicht mehr die Armut vorstellen, die solche Sozialleistungen wie die Bezahlkarte bedeuten&#8220;, sagt Hanna Berth von der Initiative Pro Bleiberecht. &#8222;</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">M</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">an k</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">ann </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">so ein rassistisches Kontrollinstrument </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">nicht &gt;</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">menschenrechtskonform ausgestalten</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">&lt;, wie es mittlerweile sogar DIE LINKE MV postuliert</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Unsere Forderung ist: </span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">Sozialleistungen müssen</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> auf </span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">das </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Konto überw</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">ie</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">sen </span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">werden </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">&#8211; </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">wie bei anderen Leuten auch.&#8220;</span></p>
<p><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Das Innenministerium MV hatte am Mittwoch mitgeteilt, <a href="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Aktuell/?id=204219&amp;processor=processor.sa.pressemitteilung">dass ein millionenschwerer Auftrag für die Umsetzung der sogenannten Bezahlkarte für Asylsuchende an ein niederländisches Unternehmen vergeben wurde.</a> Verschiedene politische Akteure kommentierten dies in Social Media</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">.</span></p>
<p><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">&#8222;Im rot-rote</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">n</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> Koalitionsvertrag steht &gt;Stabil gegen Rassismus&lt;. Wenn </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">SPD und LINKE </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">das ernst meinen, gibt es einen simplen Grundsatz: Gleichberechtigung. Und das heißt in der Debatte um die Bezahlkarte: Sofort stoppen! Sozialleistungen auf Konten auszahlen!&#8220;, fordert Berth für die Initiative Pro Bleiberecht.</span></p>
<p><strong><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Initiative Pro Bleiberecht kritisiert darüberhinaus an der Bezahlkarte und am Debattenstand in Mecklenburg-Vorpommern:</span></strong></p>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Bezahlkarte ist ein rassistisches Kontrollinstrument. Sie entrechtet Asylsuchende und schafft ein weiteres Parallelsystem, das Menschen von Anfang an</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1"> von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließt und schlechterstellt. Die Debatte wird politisch nicht aus Sicht der Betroffenen geführt.<br />
</span></li>
</ul>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Die Bezahlkarte macht </span><span class="author-a-z70zqz88zz82ztevz72zmz88zz75zaz68zz77zcz88z">a</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">rme Menschen noch ärmer. Beispielsweise indem sie die Möglichkeit einschränkt in Sozialkaufhäusern und bei Kleinanzeigen mit dem ohnehin niedrigen Sozialleistungssatz zu wirtschaften</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">.</span></li>
</ul>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">Für die Bezahlkarte gehen Millionen von Steuergeldern an internationale Konzerne. Dieses Geld fehlt Projekten, die sich für eine demokratische und inklusive Gesellschaft einsetzen. </span></li>
</ul>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">Dass eine rot-rote Landesregierung eine derartige Anti-Sozialpolitik betreibt, ist </span><span class="author-a-z70zqz88zz82ztevz72zmz88zz75zaz68zz77zcz88z">absurd</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Von Sozialdemokrat:innen und LINKEN sollte man erwarten können, dass sie Politik für arme Menschen machen und nicht gegen sie. Die Karte ist eine Forderung vom rechten Rand der Gesellschaf</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">t</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Die SPD setzt diese im Innenministerium MV nun um und rückt damit mit nach rechts. Die AfD und CDU freut&#8217;s, wenn sie nicht mal regieren müssen, um ihre Vorhaben voran zu bringen. Auf Bundesebene ist bereits im Gespräch die Karte zukünftig auch für Bürgergeldempfänger:innen auszugeben. </span></li>
</ul>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">In der gesamten Debatte geht es an keiner Stelle um die betroffenen Asylsuchenden. Der Innenminister will angeblich &#8222;die Verwaltung entlasten&#8220;. Dazu genügt eine simple Anweisung, dass diese die Sozialleistungen für Asylsuchende per Banküberweisung an deren Konto auszahlen</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1"> statt </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">bar </span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">i</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">m Rahmen von vor-Ort-Terminen in den Ämtern ausgeben</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. So geschieht es beispielsweise in der Hansestadt Rostock. Dass das nicht geschieht, entlarvt den rassistischen Kontrollwillen hinter der Karte. Wie die Praxis in anderen Bundesländern zeigt, wird sie benutzt, um die Bewegungsfreiheit der Sozialhilfeempfänger:innen einzuschränken, indem sie damit nur in einem bestimmten Landkreis bezahlen können. </span></li>
</ul>
<ul class="list-bullet1">
<li><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">Bezahlkarten ändern nichts</span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z"> an gesellschaftlichen Problemen. Sie machen lediglich a</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">sylsuchenden Menschen das Leben noch schwerer.</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> Politiker:innen </span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">behaupten </span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">immer wieder</span><span class="author-a-z83zz72zz73z0z71zz122zz68zz68zz72zfz89zz66zqyc1">,</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy"> die Karte hätte einen abschreckenden Effekt auf Asylsuchende. Diese Behauptung ist empirisch nicht belegt und damit reiner Populismus. Die Zahl der Asylsuchenden hängt an Faktoren in den Herkunftsländern. Aktuell beispielsweise an der islamistischen Terrorherrschaft der Taliban in Afghanistan oder den täglichen Hetzjagden auf syrische Flüchtlinge in der Türkei. Des </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">W</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">eiteren ist der durch die SPD immer wieder zum Ausdruck gebrachte Wille, dass Asylsuchende kein Geld an ihre Familien schicken sollen, </span><span class="author-a-z68zz82zktz90zz78zqz77zz82zz89znz66zz122zd8z70z">unmoralisch</span><span class="author-a-nz74zlz67z6z84zz90zz68zb9us37yy">. Wie es ein syrische Flüchtling aus Rostock ausdrückt: &#8222;Assad hat es nicht geschafft meine Familie zu töten. Jetzt will die Deutsche Regierung sie durch Hunger töten?&#8220; </span></li>
</ul>
<p>Weitere Informationen zur Bezahlkarte und Stimmen von Betroffenen finden Sie unter<br />
<a href="http://www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen">www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-stoppen</a></p>
<p>PRO BLEIBERECHT ist eine mv-weite antirassistische Initiative. Ihr ist daran gelegen, die Perspektiven von Asylsuchenden in Mecklenburg-Vorpommern in der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu machen.</p></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bezahlkarte: Das sagen Betroffene</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-betroffene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2024 07:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#antifra]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://bleiberecht-mv.org/?p=5775</guid>

					<description><![CDATA[Bezahlkarten für Asylsuchende sind rassistische Politik. Gute Sozialpolitik in Verbindung mit inklusiver Asylpolitik heißt Menschen als Teil der Gesellschaft zu[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-5775" class="panel-layout">
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<p>Bezahlkarten für Asylsuchende sind rassistische Politik. Gute Sozialpolitik in Verbindung mit inklusiver Asylpolitik heißt Menschen als Teil der Gesellschaft zu betrachten, von Anfang an. Es gilt, rassistische Gesetze abzuschaffen (auf Bundesebene zum Beispiel das Asylbewerberleistungsgesetz) und Menschen, egal welcher Nationalität, möglichst viel Selbstbestimmung zu ermöglichen (zB Option auf Bezahlkarte einfach nicht nutzen).</p>
<p><span id="more-5775"></span><br />
Hintergrund: <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/kein-bargeld-mehr-fuer-fluechtlinge-mv-will-bezahlkarte-fuer-asylbewerber-einfuehren-U7MZPVRLQRFJLBYRA6UDXIPGJQ.html">MV hat in 2025 in allen Landkreisen und Städten die Bezahlkarte für Asylsuchende eingeführt</a>. Asylsuchende bekommen nun kaum Bargeld mehr. Man bezahlt lieber viel Geld an ein Unternehmen, um Asylsuchenden digitale Gutscheine (&#8222;Bezahlkarten&#8220;) auszustellen, mit denen sie einkaufen müssen.</p>
<p>Wir haben Betroffene gefragt, was sie darüber denken.</p>
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<p>Zunächst einmal: Wer als Flüchtling in Deutschland Zuflucht sucht, denkt sicherlich nicht daran, ob er hier Bargeld oder eine Bezahlkarte erhält. Die Karte hat daher keinen Einfluss auf den Prozess der Reduzierung von Flüchtlingen. Aber es entfremdet sie noch mehr von der Gesellschaft. Es hindert sie daran, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, es führt dazu, dass die Flüchtlinge ein Gefühl des Hasses gegenüber Deutschland entwickeln und, was am wichtigsten ist, es führt dazu, dass mehr Menschen nach illegaler Arbeit suchen und sich nicht an die Regeln halten und diese nicht respektieren. Denn unserer Meinung nach ist dieses Verhalten ein unmenschlicher und rassistischer Akt, der uns von Deutschland und der deutschen Bevölkerung trennt und den armen Teil der Gesellschaft immer ärmer macht.</p>
<p>Dieses Geld [Asylbewerberleistungen] reicht nicht einmal für einfache Lebensmittel. Ich glaube nicht, dass ein Flüchtling etwas von diesem Geld sparen oder es seiner Familie schicken kann. Ich bekomme zum Beispiel 413 Euros im Monat, während dieses Geld 460 Euro betragen sollte. Ich zahle monatlich 50 Euros für das Ticket und etwa 50 Euros für die SIM-Karte. Und ich will das Internet. Da bleiben knapp 300 Euros übrig. Glauben Sie, dass man mit 300 Euros Lebensmittel, Kleidung und Zigaretten für einen Monat kaufen kann??? Natürlich nicht.</p>
<p>Die Bezahlkarte führt dazu, dass die Menschen die moralischen Grundsätze und Gesetze Deutschlands nicht respektieren, zum Beispiel: Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als illegale Arbeiter und haben eine negative Einstellung gegenüber den Deutschen, der Regierung und der Gesellschaft.</p>
<p>Es ist wirklich überraschend und es stimmt, dass die AfD nicht regiert, aber genau die ganze flüchtlingsfeindliche Politik und Forderungen, die sie hat, werden Tag für Tag umgesetzt. Warum will Deutschland zurück ins Jahr 1933, anstatt vorwärts zu gehen? Warum machen Sie es härter für die Asylsuchenden, die keine andere Wahl haben, als aus ihrem Land zu fliehen?</p>
<p>Sie wollen, dass wir uns in die Gesellschaft integrieren, aber sie erlauben es nicht. Sie sagen, man muss die Sprache lernen, aber sie erlauben es nicht. Sie sagen, man muss arbeiten, aber wenn wir einen Job finden, müssen wir einige Monate auf eine Arbeitserlaubnis warten. Letztlich willigt der Arbeitgeber nicht ein, weil er sicher nicht so lange warten kann.</p>
<p>Wir fühlen uns nicht wie ein Mensch, sondern wie eine Maschine, wie eine Akte.</p>
<p><em>&#8211; kurdischer Aktivist, der der organisierten Opposition gegen das islamistische Regime Iran angehört</em></p>
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<h3><strong>Die deutsche Regierung möchte verhindern, dass Geflüchtete Geld an ihre Familien schicken. Was denkst du dazu?</strong></h3>
<p>Assad hat es nicht geschafft meine Familie zu töten. Jetzt will die deutsche Regierung sie durch Hunger töten?</p>
<p><em>&#8211; syrischer Aktivist, dessen Familie in Idlib lebt und anhaltenden Luftangriffen durch das syrische Regime (unterstützt von Russland) ausgesetzt ist</em></p>
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<h3><strong>Viele Fragen<br />
</strong></h3>
<p class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Die neue Geldkarte für Flüchtlinge wirft bei mir viele Fragen auf: Wo wird sie gültig sein? Werden wir nur bestimmte Produkte in bestimmten Supermärkten kaufen können? Werden wir online einkaufen können? Werden wir in kleinen Geschäften einkaufen können? Verkaufen die Geschäfte, die diese Karte akzeptieren werden, alle grundlegenden Produkte, die Flüchtlinge benötigen?<br />
Ist dies eine neue Art der Kontrolle der Menschen? Kann die neue Karte zu neuen Formen der Korruption führen?</p>
<p><em>&#8211; Aktivist aus <a class="x1i10hfl xjbqb8w x1ejq31n xd10rxx x1sy0etr x17r0tee x972fbf xcfux6l x1qhh985 xm0m39n x9f619 x1ypdohk xt0psk2 xe8uvvx xdj266r x11i5rnm xat24cr x1mh8g0r xexx8yu x4uap5 x18d9i69 xkhd6sd x16tdsg8 x1hl2dhg xggy1nq x1a2a7pz  _aa9_ _a6hd" tabindex="0" role="link" href="https://www.instagram.com/explore/tags/mexiko/">Mexiko</a>, der dort die <a class="x1i10hfl xjbqb8w x1ejq31n xd10rxx x1sy0etr x17r0tee x972fbf xcfux6l x1qhh985 xm0m39n x9f619 x1ypdohk xt0psk2 xe8uvvx xdj266r x11i5rnm xat24cr x1mh8g0r xexx8yu x4uap5 x18d9i69 xkhd6sd x16tdsg8 x1hl2dhg xggy1nq x1a2a7pz  _aa9_ _a6hd" tabindex="0" role="link" href="https://www.instagram.com/explore/tags/korruption/">Korruption</a> bekämpft hat<br />
</em></p>
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<h3 class="Headlinestyled__Headline-sc-mamptc-0 jFZZOR" data-testid="headline"><strong>Ostseezeitung vom 5.2.2024: <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-ruegen/stralsund/gefluechtete-aus-stralsund-berichten-bezahlkarte-stoppt-ueberweisungen-ins-ausland-nicht-NJZ6CEZD4FHLPFKYD2WBGIGY7Q.html">&#8222;Geflüchtete aus Stralsund berichten: Bezahlkarte stoppt Überweisungen ins Ausland nicht&#8220;</a> (Paywall).</strong></h3>
<blockquote>
<p data-testid="headline">„Normalerweise bleiben 150 Euro auf dem Konto und man hebt 250 Euro ab. Mit dem Konto werden Rechnungen bezahlt. Handy, Fitnessstudio, ein Ticket für den Bus oder die Bahn“, rechnet Faruk Çakmak vor und erklärt weiter: „Von den 250 Euro lebt man im Monat.“ Seine Bedenken gegenüber der Bezahlkarte sind aber die gleichen, wie von vielen Menschen in Deutschland, die gerne mit Bargeld zahlen. Viele kleine Geschäfte bieten nach wie vor keine Kartenzahlung an, von Visa ganz zu schweigen.</p>
</blockquote>
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<h2>Hoch die internationale Solidarität!</h2>
<p>Aus solidarischer Perspektive müssen wir die Bezahlkarte komplett ablehnen. Es ist keine progressive Politik, rassistische Kontrollinstrumente wie die Bezahlkarte zu übernehmen und &#8222;menschenrechtskonform&#8220; zu „anzuwenden“. Vorschläge in diese Richtung, <a href="https://www.proasyl.de/news/menschenrechtliche-standards-beachten-notwendige-eckpunkte-fuer-die-neue-bezahlkarte/">wie sie zB PRO Asyl aufstellt</a> und <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/kein-bargeld-mehr-fuer-fluechtlinge-mv-will-bezahlkarte-fuer-asylbewerber-einfuehren-U7MZPVRLQRFJLBYRA6UDXIPGJQ.html">vom Flüchtlingsrat MV aufgegriffen werden</a>, laufen zwangsläufig komplett ins Leere. Die Bezahlkarte dient im Kern der rassistischen Kontrolle von Asylsuchenden. Vermeintliche Menschenrechtsstandards ändern daran nichts oder werden nicht umgesetzt werden, weil sie die Kontrollfunktion der Karte aufheben würden. Und selbst wenn diese Minimalforderungen aufgegriffen würden, bliebe es dabei, dass die Bezahlkarte das perfekte Werkzeug für zukünftige Unterdrückung ist -selbst wenn sie vorläufig noch nicht komplett genutzt würde.</p>
<p><strong>Deshalb: Bezahlkarte stoppen!</strong></p>
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		<title>Fakten zur Bezahlkarte</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-fakten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2024 07:51:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#antifra]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manu Schwesig kam Ende 2023 mit der Bezahlkarte von der Ministerpräsident:innenkonferenz. Sie wurde ohne jede gesellschaftliche oder politische Debatte in[...]]]></description>
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<div class="siteorigin-widget-tinymce textwidget">Manu Schwesig kam Ende 2023 mit der Bezahlkarte von der Ministerpräsident:innenkonferenz. Sie wurde ohne jede gesellschaftliche oder politische Debatte in MV eingeführt. Die SPD gibt mit der Bezahlkarte dem Druck von rechts nach und verschärft das Abschreckungsregime. Einige Fakten.<span id="more-5786"></span></p>
<h2>Klarstellungen zur Bezahlkarte.</h2>
<p><strong>Update, 10.12.24: </strong><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Das Informations-Portal “Frag Den Staat” hat interne Unterlagen der Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung der sog. „bundesweiten Mindeststandards“ für die Bezahlkarte ausgewertet. Demnach haben <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/12/alles-fur-eine-karte-asylsuchende-bezahlkarte/">„die Länder […] mit Unterstützung des Bundes die Mindeststandards bewusst in eine Richtung gelenkt, die gegen Grund- und Datenschutzrechte verstößt“.</a> </span></p>
<p><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Eine <a href="https://www.migazin.de/2024/12/04/studie-entlarvt-luege-zur-einfuehrung-von-bezahlkarten/">neue Studie des DIW</a> zeigt außerdem, dass das oft vorgebrachte Argument für die Bezahlkarte, dass Asylsuchende zu viel Geld ins Ausland überweisen würden, populistischer Quatsch ist: Nur ein Bruchteil (7%) der Asylsuchenden überweist überhaupt Geld ins Ausland. Und diese sind für die Angehörigen oft überlebensnotwendig im Sinne der Armutsbekämpfung.</span></p>
<p><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Auch das Recht auf Datenschutz wird durch die Bezahlkarte verletzt: IT-Expert*innen haben darauf hingewiesen, dass hochsensible Daten über Asylsuchende in die Hände von Privatunternehmen kommen, indem die Bezahlkarte mit den Einträgen im AZR (&#8222;Ausländerzentralregister&#8220;) verknüpft ist. Dort sind seit einigen Jahren sogar Angaben über</span> <span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">politische Überzeugung, sexuelle Orientierung oder psychische Erkrankungen abgelegt.</span></p>
<h2>Fakten zur Bezahlkarte</h2>
<p><strong>Fakt 1:</strong> <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/asylpolitik-geschichte-asylkompromiss-patrice-poutrus">Die behauptete Abschreckung von Asylsuchenden durch die Bezahlkarte funktioniert nicht</a>. Sie <a href="https://www.diw.de/de/diw_01.c.884486.de/nachrichten/gefluechteten_leistungen_kuerzen__der_schaden_fuer_die_integration__wirtschaft_und_gesellschaft_waeren_enorm.html">schadet aber der ganzen Gesellschaft</a>. Sie ist außerdem <a href="https://www.proasyl.de/news/asylblg-verfassungswidrig/">verfassungswidrig</a>.<br />
Ergo: Die Bezahlkarte ist rassistischer Populismus vom Feinsten.</p>
<p><strong>Fakt 2:</strong> Verwaltungsaufwand reduziert man (SPD-Innenministers Pegel behauptet, dass das sein Anliegen ist), indem man gängige Wege geht anstatt diskriminierende Parallelstrukturen zu schaffen. Also nicht Bezahlkarte, sondern Geld via normale Banken auf normale Konten überweisen. Barauszahlung ist aufwendig, ja. Der Staat macht sie bisher, weil er mit diesem rassistischen Kontrollinstrument Asylsuchende und Geduldete zwingt, mindestens einmal im Monat beim Sozialamt anzutanzen.</p>
<p><a href="https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/design/kommunikation/show/1174773">Die Stadt Münster und auch andere Kommunen verweigert sich der Einführung der Bezahlkarte</a>, weil sie mit einem realistischen Blick auf die Dinge sagt: Der Aufwand lohnt sich nicht.</p>
<p><strong>Fakt 3:</strong> Wer im Asylverfahren steckt, bekommt nur ca. <a href="https://www.asyl.net/themen/sozialrecht/asylbewerberleistungsgesetz">70% der regulären Sozialleistungen</a>, also viel weniger als Existenzminimum (!!!) in Deutschland. Asylsuchende sind also sowieso arm. Bezahlkarte macht die Leute noch ärmer. Denn man kann mit dem wenigen Geld weniger gut wirtschaften, zB durch Einkäufe in Sozialkaufhäusern und auf Flohmärkten.</p>
<p>Ein Beispiel aus dem Alltag: Wer in der Unterkunft in Jördenstorf (in der Nähe von Teterow) wohnt, bezahlt für einmal Einkaufengehen jetzt schon 10€ (hin und rück) von <a href="https://freiheitsrechte.org/ueber-die-gff/presse/pressemitteilungen-der-gesellschaft-fur-freiheitsrechte/pm_erfolg_sozialleistungen_bverfg">410€ (monatliche Sozialleistungen)</a> für ÖPNV. Weniger Entscheidungsspielraum, wo man einkaufen kann, ist auch immer weniger Spielraum, mit dem ohnehin schon knappen Geld zu haushalten.</p>
<p><strong>Fakt 4:</strong> Rücküberweisungen an Familien sind solidarische Hilfe (Nahrungsmittel, Brennstoffe und Medikamente) an Menschen in Ländern, die von Autokraten und Islamisten zerstört und ausgehungert werden. Dieses Geld kommt direkt bei den Menschen an, die damit überleben. Das gleiche gilt für die finanzielle Unterstützung von Asylsuchenden untereinander. Menschenfeinde wie Christian Lindner, der Landrat von Vorpommern-Rügen, die CDU in Rostock und die AfD im Landkreis Rostock hetzen gegen diese persönliche Hilfe.</p>
<p>&#8222;Sollen sie doch Steine essen&#8220;, denken sie sich vielleicht über die Familien der Asylsuchenden in Syrien, Afghanistan, Iran, Kurdistan, Somalia.<br />
&#8222;We&#8217;ve been there&#8220;, denkt sich so manche:r Geflüchtete:r, der eine Belagerung durch Assad oder ein Flüchtlingslager in Kenia hinter sich hat.<br />
&#8222;Klassenkampf von oben&#8220;, denken wir.</p>
<p><a href="https://www.migazin.de/2024/12/04/studie-entlarvt-luege-zur-einfuehrung-von-bezahlkarten/">Nur etwa 7% der Asylsuchenden können es sich überhaupt leisten, Geld an ihre Familien zu schicken.</a></p>
<p><strong>Fakt 5:</strong> Angesichts der bereits bestehenden Einigkeit von CDU MV und AfD MV in der Kommunalpolitik müssen wir uns auf eine autoritäre Landesregierung 2026 einstellen. Demokratische Parteien müssen <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/aufwachen-jetzt-wie-sich-buergerliche-mit-faschisten-verbuenden-dlf-kultur-45f10571-100.html">sich dagegen stemmen mit allem, was sie haben</a>. Wenn sie jetzt keine Ideen für demokratische Asylpolitik haben, sollten sie sich schnellstens welche einfallen lassen. Zum Beispiel:</p>
<h2>Progressive Asylpolitik in den Kommunen muss sein:</h2>
<p><strong>Arbeitsverbote abschaffen und Asylsuchenden damit Zugang zur Gesellschaft und zur Selbstversorgung ermöglichen.</strong> Wer arbeitet, braucht keine Sozialleistungen. Arbeitsverbote abschaffen und Zugang zu Arbeit ist seit Jahrzenhten eine zentrale Forderung von organisierten Refugees.<br />
Außerdem: Bürokratische Hürden und lange Bearbeitungszeiten in den Ausländerbehörden machen es derzeit in MV nahezu unmöglich Arbeit zu finden, wenn man im Asylverfahren steckt. <a href="https://bleiberecht-mv.org/de/2023/12/07/abolishabh/">Hier findet ihr unsere Forderungen dazu vom Aktionstag &#8222;Abolish Ausländerbehörde&#8220; im Dezember.</a></p>
<p><strong>Dezentrale Wohnungen, statt stigmatisierender Sammelunterbringung.</strong> MV braucht sowieso Wohnraum in den größeren Städten und positive Anreize leerstehenden Wohnraum in ländlichen Regionen zu nutzen. Kommunale Asylpolitik wie sie sich über Jahre in <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/fluechtlinge-in-italien-willkommen-in-riace-100.html">Riace (Italien, strukturell vergleichbar mit vielen Orten in MV</a>) bewährt hat, wäre eine positive Vorlage für progressive Parteien.</p>
<p><strong>Bleiberecht statt Abschiebungen.</strong> Denn MV braucht gute Leute, die Bock haben langfristig hier zu bleiben. Die demografischen Zukunftsaussichten sind düster. Wichtigster Punkt, um das möglich zu machen: &#8222;Chancenaufenthalt&#8220; entfristen und mehr Personal in die Abteilungen für Aufenthalt (= kürzere Bearbeitungszeiten für Bleiberecht). Asylsuchende als Kolleg:innen betrachten.</p>
<h2>Hoch die internationale Solidarität!</h2>
<p>Aus solidarischer Perspektive müssen wir die Bezahlkarte komplett ablehnen. Es ist keine progressive Politik, rassistische Kontrollinstrumente wie die Bezahlkarte zu übernehmen und &#8222;menschenrechtskonform&#8220; zu „anzuwenden“. Vorschläge in diese Richtung, <a href="https://www.proasyl.de/news/menschenrechtliche-standards-beachten-notwendige-eckpunkte-fuer-die-neue-bezahlkarte/">wie sie zB PRO Asyl aufstellt</a> und <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/kein-bargeld-mehr-fuer-fluechtlinge-mv-will-bezahlkarte-fuer-asylbewerber-einfuehren-U7MZPVRLQRFJLBYRA6UDXIPGJQ.html">vom Flüchtlingsrat MV und der LINKEN MV aufgegriffen werden</a>, laufen zwangsläufig komplett ins Leere. Die Bezahlkarte dient im Kern der rassistischen Kontrolle von Asylsuchenden. Vermeintliche Menschenrechtsstandards ändern daran nichts oder werden nicht umgesetzt werden, weil sie die Kontrollfunktion der Karte aufheben würden. Und selbst wenn diese Minimalforderungen aufgegriffen würden, bliebe es dabei, dass die Bezahlkarte das perfekte Werkzeug für zukünftige Unterdrückung ist &#8211; selbst wenn sie vorläufig noch nicht komplett genutzt würde.</p>
<p><strong>Deshalb: Bezahlkarte stoppen!</strong></p>
<p>Der aktuelle Diskurs um Migration und Asyl ist wie in den 1990er Jahren geprägt von Rassismus gegenüber Asylsuchenden. Man redet über alles mögliche, nur nicht über politische Lösungen für die eigentlichen Fluchtursachen. Und die heißen: Erdoğan, Assad, Chamenei, Putin. Sie heißen Folterknast, Fassbombe und Massaker. Sie heißen Armut, weißer Phosphor und Landraub.</p>
<p>Gegen all das helfen Kontrollmaßnahmen, die rassistischer Hetze entspringen, nichts. Gegen all das hilft nur, sich von Torgelow bis Daraa, von Sassnitz bis Saqqez gegen autoritären Konservatismus zusammenzuschließen.</p>
<p><strong>Hoch die internationale Solidarität!</strong></p>
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		<title>Bezahlkarte stoppen, denn sie ist rassistisch</title>
		<link>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-stoppen/</link>
					<comments>https://bleiberecht-mv.org/de/bezahlkarte-stoppen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bernadette]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jan 2024 12:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#antifra]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlkarte]]></category>
		<category><![CDATA[Infomaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>
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					<description><![CDATA[Bezahlkarten für Asylsuchende sind rassistische Politik. Sie sind ein Beispiel dafür, wie SPD, Grüne (ehem. Bundesregierung) und in MV auch[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-5455" class="panel-layout">
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<p>Bezahlkarten für Asylsuchende sind rassistische Politik. Sie sind ein Beispiel dafür, wie SPD, Grüne (ehem. Bundesregierung) und in MV auch DIE LINKE (in der Landesregierung) rechte Hetze und Vorurteile zu rassistischen Gesetzen machen, obwohl sie sich selbst als Vertreter:innen progressiver Politik sehen.</p>
<p><span id="more-5455"></span><br />
Hintergrund: <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/kein-bargeld-mehr-fuer-fluechtlinge-mv-will-bezahlkarte-fuer-asylbewerber-einfuehren-U7MZPVRLQRFJLBYRA6UDXIPGJQ.html">MV hat 2025 in allen Landkreisen und Städten die Bezahlkarte eingeführt </a>. Asylsuchende bekommen nun kaum Bargeld mehr. Man bezahlt lieber viel Geld an ein Unternehmen, um Asylsuchenden digitale Gutscheine (&#8222;Bezahlkarten&#8220;) auszustellen, mit denen sie einkaufen müssen. &#8222;Begründet&#8220; wird das mit einer Reihe rassistischer Vorurteile.</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-info">Hier gibts Infomaterial gegen die Bezahlkarte zum Selbst-Ausdrucken und Auslegen in eurer Umgebung.</a></p>
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<h2 class="widget-title">Aktionen gegen die BÄÄHzahlkarte</h2>
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<h3>MV-weiter online-Austausch &#8211; Solidarisch gegen die Bezahlkarte</h3>
<p>24. Juli, 18 Uhr</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-infos">Alle Infos hier </a></p>
<h3>Solidarisch Bargeld tauschen!</h3>
<p><a href="https://www.seebruecke.org/aktuelles/kampagnen/bezahlkarte">Übersicht über solidarische Tauschstellen.</a></p>
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<h2 class="widget-title">Das sagen Betroffene</h2>
<div class="siteorigin-widget-tinymce textwidget">Wer in dem Prozess rund um die Bezahlkarte nicht zu Wort kommt, sind diejenigen, die es betrifft. Wir haben sie gefragt. <a href="https://bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-betroffene">Lest hier mehr.</a></div>
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<h2 class="widget-title">Progressive Asylpolitik</h2>
<div class="siteorigin-widget-tinymce textwidget">
<p>Die Bezahlkarte wurde ohne jede gesellschaftliche oder politische Debatte eingeführt. Die SPD gibt dem Druck von rechts nach und erklärt Asylsuchende zum Problem.</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-fakten">Fakten gegen Vorurteile und wie progressive Asylpolitik aussehen kann, lest ihr hier.</a></p>
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<h2 class="widget-title">Basiskonto für alle!</h2>
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<p>Das Märchen vom Verwaltungsaufwand entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Cover up für rassistische Politik. Denn eine einfache Lösung gibt es schon längst: das Basiskonto.</p>
<p><a href="https://bleiberecht-mv.org/de/2024/11/04/basiskonto/">Hier </a>mehr zum Basiskonto lesen.</p>
<p><a href="http://www.bleiberecht-mv.org/bezahlkarte-info">Und hier Infoblatt downloaden.</a></p>
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<h2 class="widget-title">Weitere Infos</h2>
<div class="siteorigin-widget-tinymce textwidget">
<p>Mehr Infos zur Bezahlkarte findet ihr zum Beispiel bei</p>
<ul>
<li>Praktischer Support: Bargeldtausch in <a href="https://bezahlkarterostock.bleiberecht-mv.org/">Rostock</a> und <a href="https://hgwhilft.de/bezahlkarte/">Greifswald</a>.</li>
<li>Gesellschaft für Freiheitsrechte, <a href="https://freiheitsrechte.org/themen/gleiche-rechte-und-soziale-teilhabe/bezahlkarte">Klagen am Sozialgericht gegen die Karte</a></li>
<li>asyl.net, <a href="http://www.asyl.net/view/uebersicht-zu-den-gesetzlichen-aenderungen-aufgrund-der-bezahlkarte">Infos zu den Gesetzesänderungen</a></li>
<li>Frag den Staat: <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/12/alles-fur-eine-karte-asylsuchende-bezahlkarte/">Bei der Bezahlkarte wurden Grundrechte gezielt hintergangen</a></li>
<li>Infos zum Basiskonto bei der <a href="https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html">BaFin</a> und eine Einordnung im Verhältnis zur <a href="https://jacobin.de/artikel/bezahlkarte-gefluechtete-asylbewerber-secupay">Bezahlkarte</a></li>
</ul>
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<h2>Gleiche Rechte für alle!</h2>
<p>Die Bezahlkarte ist rassistisch. Denn sie erschafft Parallelstrukturen, die Asylsuchende aus den normalen gesellschaftlichen Abläufen hinaus drücken.</p>
<p>Normal ist in Deutschland, dass Leute Sozialleistungen auf ein Konto überwiesen bekommen. Jeder Mensch in Deutschland (auch Asylsuchende und Geduldete) hat das Recht auf ein sogenanntes <a href="https://bleiberecht-mv.org/basiskonto">Basiskonto</a>. Jeder Mensch kann sich also ein Konto eröffnen, auf das der Staat dann Sozialleistungen überweisen kann.</p>
<p>So passiert das auch in einigen Kommunen, zB in Rostock. Wo die Kommunen Geld bar auszahlen, machen sich die jew. Verwaltungen diesen Aufwand vollkommen freiwillig. Diesen Aufwand zu reduzieren wird ja gerne als einer der Gründe für die Bezahlkarte angeführt. Ein erfundenes Argument. Sinn und Zweck der Barauszahlung ist Kontrolle. Die betroffenen Leute müssen dann nämlich 1 mal im Monat bei der Behörde antanzen und sind insofern regelmäßig an den Ort der Auszahlung der Sozialleistungen gebunden.<br />
Die Bezahlkarte dient keineswegs der Vereinfachung von Verfahren bei den Behörden. Für die bleibt es nämlich aufwendig und kompliziert. Die Bezahlkarte dient ausschließlich der Ausweitung der Kontrolle von Sozialhilfe-Empfänger:innen. Man kontrolliert nicht mehr einmal pro Monat, sondern täglich.<br />
Diese Kontrolle lässt man sich was kosten: Denn die Kosten für den Auftrag an ein Unternehmen, das die Bezahlkarte umsetzt, zahlt der Staat zusätzlich zu den Sozialleistungen. Kontoführungsbebühren auf einem Basiskonto zahlt jede:r einzelne Asylsuchende selbst.</p>
<p>Dass Konservative und Rechte mehr rassistische Kontrollinstrumente gegen Asylsuchende gut finden, überrascht niemanden. Die sind in MV nun allerdings (noch) nicht an der Macht. Dass Grüne, Liberale, Sozialdemokrat:innen (in Bund und Land) und in MV sogar die LINKE deren Politik in vorauseilendem Gehorsam schonmal vorwegnehmen, ist ein Gradmesser für den Stand des Rechtsrucks in unserer Gesellschaft.</p>
<h2>Stabil gegen Rassismus</h2>
<p>Im rot-roten Koalitionsvertrag für MV steht &#8222;stabil gegen Rassismus&#8220;. Mit Blick auf die Bezahlkarte würde das bedeuten: Sofort stoppen! Überlasst den populistischen Rassismus AfD und CDU, der Mist kommt früh genug.</p>
<p>Gute Sozialpolitik in Verbindung mit inklusiver Asylpolitik heißt Menschen als Teil der Gesellschaft zu betrachten, von Anfang an. Es gilt, rassistische Gesetze abzuschaffen (auf Bundesebene zum Beispiel das Asylbewerberleistungsgesetz) und Menschen, egal welcher Nationalität, möglichst viel Selbstbestimmung zu ermöglichen (zB Option auf Bezahlkarte einfach nicht nutzen).</p>
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